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Basiswissen Wanderausrüstung – Dein Ratgeber für die Auswahl von Rucksack, Kleidung und Co.

So wirst du zum Ausrüstungs-Profi!

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Es kommt mal wieder ganz unverhofft und ohne Vorwarnung: Weihnachten (hier findest du 66 Geschenkideen für Outdoor-Freunde) steht vor der Tür und damit ist das Jahresende auch nicht mehr weit. Zum Jahresende fangen viele Menschen an, auf das Jahr zurückzublicken. „Was habe ich im zurückliegenden Jahr erreicht? Was waren die Highlights meines Jahres und was will ich im kommenden Jahr erreichen?“ 

Stellst du dir diese Fragen auch? Nein? Dann fordere ich dich hiermit dazu auf. Es hilft dir dabei, zu reflektieren wer du bist, denn du bist, was du tust.

Letztes Jahr am 11. Dezember bin ich 30 Jahre alt geworden. Als Kind hatte ich verschrobene Vorstellungen davon, was ich bis zu meinem dreißigsten Geburtstag erreicht haben will. Dabei standen viele Dinge ganz oben auf der Liste, die mir heute völlig absurd vorkommen. Außerdem spielt das Leben sowieso nicht nach unseren sondern nach seinen ganz eigenen Regeln. Meinen Geburtstag nehme ich gerne zum Anlass, darüber nachzudenken, was das Jahr mir so gebracht hat und was das kommende Jahr idealerweise bringen wird. Meine „Planungen“ sind also gerade in vollem Gange – dabei handelt es sich jedoch ausdrücklich NICHT um gute Vorsätze für das neue Jahr.

Ziele sind wichtig aber nicht alles

Oftmals fokussieren wir uns ausschließlich auf Ziele. Zumindest geht es mir so. Auch in meinem persönlichen Jahresrückblick erwische ich mich immer wieder dabei mich selbst an meinen Zielen zu messen, die ich erreicht oder eben auch verfehlt habe. Mit dem Blick nach Vorne habe ich mich oftmals nur darauf fokussiert, was ich erreichen will. Wo will ich in einem Jahr zu diesem Zeitpunkt stehen?

Grundsätzlich ist diese Frage gar nicht schlecht. Ich habe jedoch gemerkt, dass es sich für mich lohnt, noch ein wenig tiefer zu graben. „Wieso will ich dieses Ziel erreichen? Was motiviert mich? Was erhoffe ich mir vom Erreichen dieses Ziels?“ Wenn du dir nur ein Ziel setzt, separierst du dieses Ziel von dem, was du auf dem Weg zur Zielerreichung tun musst. Deshalb rufe ich dir nochmal in Erinnerung: Wir alle sind, was wir tun. Unser Charakter definiert sich über das, was wir tun und weniger über die Ziele, die wir erreichen.

Mein Jahr 2016 war extrem abwechslungsreich. Es war kurzweilig, wie selten ein Jahr zuvor. Ich habe mein Leben auf den Kopf gestellt und mein Leben hat mich auf den Kopf gestellt. Habe ich alle Ziele erreicht? Nein! War es immer einfach? Nein! Aber dennoch würde ich nichts ändern wollen. Wenn ich zurückblicke und die letzten Jahre betrachte, erzählen alle meine Taten und jede meiner Entscheidungen eine einzigartige Geschichte: die Geschichte meines Lebens. Sie berichten darüber, was mir wichtig war und ist, wie ich mit Schwierigkeiten umgegangen bin, wie ich mir Ziele gesetzt und sie wieder verworfen habe. All das macht mich aus.

Diese Frage hat mein Leben verändert

Bereits 2012 habe ich angefangen, mich nicht mehr zu ausschließlich zu, welche Ziele ich erreichen will. Stattdessen habe ich angefangen, mich Folgendes zu fragen:

„Welches Leben will ich leben?“

Diese Frage hat mein Leben verändert. Sie ist beileibe nicht einfach zu beantworten. Die Antwort darauf stellt vielleicht auch dein Leben auf den Kopf. Wie du Leben möchtest hat riesengroße Auswirkungen darauf, welche Ziele du in Angriff nimmst und wie du deine Prioritäten setzt.

Um das Ganze etwas konkreter zu machen habe ich ein Beispiel für dich, welches mich lange beschäftigt hat, nachdem ich mir 2012 zum ersten Mal die Frage gestellt habe, welches Leben ich leben möchte.

Besitz vs. Erfahrung – eine grundlegende Entscheidung (von vielen)

Ich hatte einen neuen BMW, mein Gehalt war weit über dem deutschen Durchschnitt und ich wohnte mit meiner damaligen Freundin in einer tollen Neubauwohnung mit über 90qm. Was ist mir davon geblieben? Du ahnst es wahrscheinlich schon: Nichts. Ich habe mich gegen den Weg entschieden, den ich eingeschlagen hatte und der mir „ein gutes Leben“ verschafft hat. Heute fahre ich Fahrrad, lebe von 10.000€ im Jahr und lebe in einem 18qm großen WG-Zimmer.

Die Frage, ob du dein Leben lang Besitz oder Erfahrungen ansammeln willst ist eine ziemlich entscheidende Frage. Besitz und Erfahrungen schließen sich nicht per se aus. Jede Minute, die ich für meinen Besitz arbeiten muss, ist jedoch eine Minute weniger, in der ich Erfahrungen sammeln kann.

Ich hab angefangen, minimalistischer zu leben. Auch hierbei bin ich noch lange nicht so weit, wie ich es mir wünsche und ich bin auch weiterhin ein Freund von guter und qualitativ hochwertiger Ausrüstung, den neusten Technologien und High-End-Produkten. Dennoch wäge ich aufgrund der vollkommen anderen Voraussetzungen nun bei jedem Produkt ab, welches ich wirklich benötige und wo ich abspecken oder auf Gebrauchtware zurückgreifen kann ohne Abstriche bei meinem persönlichen Spaß- und Zufriedenheitsfaktor zu machen.

Stelle dir immer wieder folgende Frage: Ist die Zeit, die du investieren musst, um etwas zu besitzen es wirklich wert? Wenn du nur die Hälfte der Zeit investierst, kannst du dir vielleicht nicht das neuste / beste / tollste Produkt leisten, aber du hast die andere Hälfte der Zeit, um es auch wirklich zu nutzen.

Als ich gemerkt habe, dass mir Besitz ohne Erfahrungen nur wenig Freude bereitet, habe ich mich radikal auf die Seite der Erfahrung bewegt. Glücklicherweise ist die Welt nicht schwarz-weiß und du musst dich nicht ausschließlich für die eine oder die andere Seite entscheiden. Oftmals sind es Nuancen, die das Leben ausmachen und es gibt nur ganz selten ausschließlich die eine oder die andere Seite.

Anbei ein paar Anregungen, welche grundlegenden Entscheidungen das Leben noch so für dich bereit hält:

  • gesundes Leben vs. exzessives Leben

  • eigener Konsum vs. Leid von anderen (Lebewesen)

  • Stadtleben vs. Landleben

  • Karriere vs. Freizeit

  • Leben um zu reisen vs. stabiles soziales Umfeld

Das sind nur ein paar grundlegende Fragestellungen. Sicherlich fallen dir noch viel mehr ein, die dich vielleicht auch schon mal beschäftigt haben?!

Welches Leben will ich denn nun leben?

Die Beispiele verdeutlichen, zu welchen grundlegenden Lebensentscheidungen dich die Frage, welches Leben du führen willst, bringen kann. Das Tolle daran ist: Deine Entscheidungen sind nicht in Stein gemeißelt. Wege, die du einschlägst, sind keine Sackgassen. Was die Zukunft bringt weiß niemand von uns, deshalb kannst du jeden Tag nur versuchen, dem Leben, welches du leben möchtest, näher zu kommen oder es einfach zu leben.

Ich habe mich für ein Leben mit weniger Besitz und weniger Komfort entschieden. Für mehr Erfahrungen. Mehr Zeit für mich. Mehr Zeit mit Freunden. Mehr Zeit mit den Dingen, die mir Spaß machen. Mehr Zeit in der Natur und mehr Freude an den kleinen Dingen des Lebens.

Welches Leben willst du leben?

Du weißt nun, welches Leben ich leben möchte. Das gelingt mir mal mehr und mal weniger. Aber meine Entscheidungen und Taten erzählen eine Geschichte. Es liegt mir fern, dich davon überzeugen zu wollen, dass meine Antwort die richtige ist. Es gibt kein richtig oder falsch. Vielmehr möchte ich dich dazu anregen, dir folgende Fragen zu stellen: Was ist dir wichtig in deinem Leben? Womit möchtest du deine Zeit verbringen? Welche Geschichte soll dein Leben erzählen? Welches Leben möchtest du Leben?
Mit Antworten auf diese Fragen bist du perfekt gerüstet, um sinnvolle Ziele fürs nächste Jahr festzulegen. Auf das Leben!

Viel Spaß und gutes Gelingen in 2017!

Mit diesem Artikel verabschiede ich mich mit WanderVeg.de aus dem Jahr 2016. Auch hier ist beileibe nicht alles so gelaufen, wie ich es geplant hatte und ich bin mir sicher, 2017 wird einige Änderungen und neue Abenteuer bringen. Aber dazu erfährst du mehr, wenn ich selbst weiß, was wirklich passieren wird. Bis dahin wünsche ich dir und deinen Liebsten ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und einen perfekten Start ins Jahr 2017. Ich freu mich, dich im neuen Jahr wieder begrüßen zu dürfen!

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